Bujinkan Furyu Dojo e.V. - Schule für traditionelle japanische Kampfkünste

Nun haben wir einen weiteren guten 1. Dan im Dojo. Gutgemacht Chris

von Jürgen 12. Juli 2017

Prüfung zum 9. Kyu in der Kinder-, Jugendgruppe

von Jürgen

Shikomizue, die verborgene Klinge der Ninja

von Jürgen 4. Juli 2017

Muto-Dori von Soke Hatsumi geschrieben

von Jürgen 5. Juni 2017

Iri Dori Henka – Ein Weg des Muto-Dori

von Jürgen 8. Mai 2017

Hohe Auszeichnung im Enbukan

von Jürgen 3. Mai 2017

Letztes Wochenende am 5. Enbukan Seminar in Dachau, mit der Enshin Itto Ryu Batto Jutsu, wurde Jörg Sedler und mir eine große Ehre zuteil. Uns wurde die Auszeichnung zum Joui-Shihan verliehen (Lehrmeister im Menkyo Rang). Diese Auszeichnung wird nur an Uchi-Deshi verliehen, die persönliche Schüler des Großmeisters und des Hombu-Dojo sind und es ist die zweithöchste Auszeichnung des Enbukan.

SoShihan Mashita überreichte mir diese Urkunde mit den Worten, sinngemäß:

„Für sein gutes Herz, Einstellung und seine technischen Fähigkeiten. Ebenso für sein Engagement die Kunst des Batto Jutsu zu verbreiten, wird dieser Rang verliehen.“

Das Grundprinzip des Omote und Ura in den Kampfkünsten

von Jürgen 24. April 2017

Diese zwei wichtigen Aspekte der alten Kampfkünste beziehen sich auf das Äußere, die Oberfläche und das Innere, das Verborgene. Im Omote sind die meist leicht mit mittlerer Anstrengung zu erreichenden Arbeitsweisen der Schule. Gerade in der heutigen Zeit wo fast alle Techniken in Büchern und DVD zu bekommen sind, ist dies mehr oder weniger einfach und für die breite Masse.
Demgegenüber steht Ura, die innere Seite der Kunst. Hier befindet sich der verborgene Teil einer Kunst, dass was nicht für das normale Auge und Geist zu erfassen ist. Diese Ebene kann nur durch andauerndes Studium in allen Bereichen (ja, auch in den Waffenkünsten) erfahren werden. Der Schüler der sich durch Ausdauer und Anstrengung über Jahre hinweg diesem tieferen graben hingibt, wird das erkennen. Eine Führung eines guten Lehrers ist unabdingbar, und hilft dem Schüler das Gokui, die Essenz zu erkennen und zu verstehen.
Aus meiner Einschätzung gibt es gegenüber der breiten Massen nur wenige die wirklich gewillt sind den Teil des Ura mit Elan zu erforschen. Bist du nur ein Omote oder Omote & Ura Schüler?

Was ist ein Dōjō?

von Jürgen 20. April 2017

Dōjō

(jap.: 道場), der Ort, an dem der Weg () geübt wird (dō – Weg, jō – Ort). Die Übung des Weges (keiko) gewinnt an Inhalt und Klarheit, wenn die Verbundenheit zwischen Wegschüler (deshi) und dōjō gegeben ist. Deshalb ist in der Weglehre (oshi) das dōjō kein Trainingsraum, sondern ein heiliger Ort, den man auch noch „Raum der Erleuchtung“ nennt. Die Bezeichnung dōjō bezieht sich auf den Raum, in dem die Übung stattfindet, doch sie steht symbolisch für die Beziehungstiefe eines Übenden zu seiner Kunst.

Ursprünglich kommt der Begriff dōjō aus dem Buddhismus und bezeichnete einen Ort der Selbstfindung und der Meditation. Später veränderte er seine Bedeutung, und man verstand darunter den Ort, an dem die Kampfkünste geübt werden. Der Sinn jedoch blieb derselbe. Für jeden ernsthaft Übenden ist das dōjō auch heute eine Stätte der Meditation und Konzentration, ein geehrter Ort des Lernens, der Brüderlichkeit, der Freundschaft und des gegenseitigen Respektes. Es ist mehr als nur ein Begriff – es steht symbolisch für den Weg () der Kampfkunst.

Bedeutung des Dōjō

Im philosophischen Verständnis kann sich der Begriff dōjō auf jeden Ort beziehen, an dem ein Mensch im Sinne des budō seinen Geist und Körper in der Wegübung konzentriert. Darüber hinaus jedoch kennzeichnet die Art der Beziehung, die ein Übender zu seinem eigenen dōjō unterhält, seine Bemühung um gerechtes Denken und gerechtes Verhalten. Die rechte Beziehung zum dōjō ist ein Teil der Wegübung selbst. Sie besteht aus dem Streben, durch selbstlose Hingabe dem Geist des budō zu dienen und den persönlichen Fortschritt, den ein Übender in einem dōjō macht, durch ehrliche Wertbezeugung wieder auszugleichen.

Für einen echten Wegschüler (deshi) ist sein dōjō ein zweites Zuhause. Durch eine solche Dōjō-Beziehung entsteht ein ausgleichender Wert, durch den der Einzelne reifen und der Budō-Geist (shin) im dōjō gedehein kann. Egoistische Menschen, die ein dōjō nur als Trainingsraum nutzen, können daran nicht teilhaben. Ein dōjō lebt durch die Zugeständnisse seiner Übenden an das Ideal der Kampfkunst. Nur auf diese Weise findet ein Übender den Zugang zum Weg.

In jedem dōjō gibt es einen sensei und mehrere Fortgeschrittene (sempai), von denen manche selbst Meister (kaiden und kodansha) sind. Die Schüler eines dōjō (mudansha), die die Kampfkünste lernen wollen, zählen erst dann zum Kreis der Wegschüler (yūdansha), wenn sie die tiefe Bedeutung der Dōjō-Beziehung (shitei) durch ihre Haltung (shisei) verstehen und achten gelernt haben. Es gibt keine Fortgeschrittenen, die von einem dōjō mehr nehmen, als sie geben. In diesem Punkt unterscheiden sich die dōjō des Weges von den Sporthallen. Die körperliche Übung (shōsa) kann dieselbe sein, doch erst die rechte Haltung (shisei) ermöglicht Fortschritt auf dem Weg.

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