Bujinkan Furyu Dojo e.V. - Schule für traditionelle japanische Kampfkünste

Startseite Foren Organisation Bujinkan Bujinkan Geist

Bujinkan Geist

Ansicht von 13 Beiträgen - 16 bis 28 (von insgesamt 28)

3. März 2016 um 17:46

#1463

Shu-ha-ri

Was bedeutet Shu-Ha-Ri? Wörtlich übersetzt bedeuten die Worte:
SHU bewahren
HA durchbrechen
RI loslösen

Im Sinne des traditionellen Trainings im Bujinkan beziehen sich diese drei Stufen auf die Entwicklungsabschnitte eines Kampfkünstlers. SHU steht für das Erlernen der Formen, HA für das Durchbrechen der Formen und RI für die Transzendenz. Das Prinzip steht für den Weg in den Kampfkünsten vom Shoshinsha (vergleichbar eines Kindes) über den fortgeschrittenen Schüler (Jugendlicher) zum Sensei (Erwachsenen). Budo ist somit ein Entwicklungs- oder Reifeprozess. Hierbei hängt es vom Übenden ab, wie er diesen Prozess gestaltet. Die Vervollkommnung der Form (oder Waza, Kata, Technik) soll zum Reifen des Menschen beitragen. Fortschritte sollen nicht nur an der Perfektionierung der Techniken, sondern ebenso an der Haltung (Shisei) und des Menschen (Jin) arbeiten.

SHU

Auf dieser Stufe steht der Glaube an die überlieferten Formen, d.h. die Techniken werden unter Anleitung eines Lehrers ohne Abwandlung geübt. Nur wenn die Form (Kata, Waza) beachtet wird, kann der Anfänger die Kampfkünste verstehen lernen. SHU steht für den Anfang, in dem der Schüler einen Gehorsam gegenüber dem Überlieferten entwickeln sollte, damit er den richtigen Weg auch gehen kann.

Ohne die Waza in Frage zu stellen oder diese abzuändern, mit Geduld, Bescheidenheit und Vertrauen soll im Laufe der Jahre ein richtiges Verständnis entstehen können. Ein Anfänger kann nicht zwischen richtig und falsch entscheiden und sollte auf die Erfahrung des Lehrers vertrauen. Man spricht auch von 100.000 Wiederholungen einer Technik, bis diese wirklich verinnerlicht ist. Die Weitergabe von Techniken obliegt nicht diesem Level, hier sollte die HA-Stufe bereits erreicht worden sein. Der Schüler sollte sich freimachen von dem Gedanken, die tieferen Zusammenhänge des Budo zu verstehen. Er lernt erst einmal sein Werkzeug kennen, ohne die unzähligen Einsatzmöglichkeiten zu verstehen. Dieses Level umfasst meiner Meinung nach die Stufe bis zum Shodan, die ca. 8-10 Jahre dauert und beinhaltet die Techniken des Ten Chi Jin Ryaku no Maki (Lehrrichtlinien des Soke Masaaki Hatsumi). Um die nächste Stufe zu erreichen, muss der Schüler die Prinzipien der Waza akzeptieren können, seine Ansprüche seinem Niveau anpassen und eine verfrühte Freiheit vermeiden. Eine (zu) kritische Einstellung gegenüber nicht verstandenen Prinzipien kann den Lernprozess massiv behindern, daher sollte der Schüler sich auf den Lehrer verlassen und dessen Rat befolgen. Dieses Level ist die Voraussetzung, um den Weg des Budo weitergehen zu können. Die Entwicklung hängt nicht vom persönlichen Talent, sondern von der inneren Haltung ab.

HA

Auf diesem Level entfällt der Zwang zur Form, der Schüler erhält die Möglichkeit, ihr einen eigenen Sinn zu geben. Dies führt dazu, dass ein Ende des genauen Formentrainings eintritt, der Schüler ist kein Anfänger mehr. Durch seine persönliche und charakterliche Haltung hat er die Formen gemeistert und schafft sich seine eigenen Variationen (Henka). Hierbei muss er nun lernen, dass die „absolute“ Form, die er im SHU-Level gelernt hat, hinderlich ist für seine weitere Entwicklung. Über das Üben hinaus wird das Prinzip einer Kata hinterfragt, um es zu verstehen und in anderen Situationen anwenden zu können. Nun beginnt der Schüler zu ahnen, wo die Stufe des Meisters beginnen könnte und er sieht, dass seine Bemühungen einen neuen Sinn ergeben. Er ist nun aufgeschlossen neuen Wegen und Formen gegenüber und beginnt zu erkennen, dass jenseits der Abhängigkeit zum System (bzw. der Form) weitere Möglichkeiten auf ihn warten.
Er realisiert, dass in der Rückschau betrachtet der Weg des SHU erforderlich war, um eine neue Bedeutung des Budo zu erfahren. Viele Fragen klären sich von selbst und durch das Unterrichten von Anfängern klärt sich vieles, was vorher verschlossen war. Er begegnet seinen alten Fehlern und versteht, dass diese für seine Entwicklung erforderlich waren und alle Anfänger diesen Weg gehen müssen. Selbstverständlich übt auch der Fortgeschrittene weiterhin die Formen (Kata), aber sein Bewusstsein wird gänzlich anders sein. Seine innere Haltung ist gereift und er ist als Mensch gewachsen. Dieses Level bedeutet weitere 8-10 Jahre intensiven Trainings auf dem Weg zum Godan. In den unteren Dangraduierungen beschäftigt sich der Fortgeschrittene mit den speziellen Merkmalen der Ryu-ha (durch Anwendung des SHU-Prinzips) und verfeinert sein Training der Basis im HA-Prinzip, s.o.). Sofern der Schüler nun 16-20 Jahre Training ohne Abkürzung und Abweichungen seinen Weg gegangen ist, kann er nun als gereifter Mensch (Shidoshi = Lehrer) den Weg freimachen. Im Bujinkan wird diese Grenze durch den Sakki-Test gekennzeichnet, das Tor zu RI wird aufgestoßen.

RI

Auf dieser Stufe verschwinden die Grenzen der Techniken und auch der geübten Variationen, es besteht eine Unabhängigkeit von jeder festen Form. Durch die Meisterschaft der Haltung (Shisei) und inneren Einstellung (Zanshin) wird aus dem Schüler ein „wahrhafter“ Mensch. Er handelt ausschließlich intuitiv (in den Budokünsten sowie im Leben) und siegt über den Intellekt („besser“, „richtig“, etc.). Auf diesem Level arbeitet der Meister mit den Energien (Ki) und benutzt diese zur Heilung oder zum Erfolg. Diese höchste Form der Meisterschaft sollte nochmals mindestens 10-12 Jahren intensivstem Studium der dritten Stufe RI beinhalten, bevor man Shihan (Meisterlehrer) wird. Im Bujinkan wird diese oberste Stufe des Shihan (10. Dan) noch weiter unterteilt. Oft aus Bequemlichkeit oder Mangels an Vergleichen als 11.-15. Dan bezeichnet, beinhaltet die Unterteilung in die Elemente CHI (11. Dan), SUI (12. Dan), KA (13. Dan), FU (14. Dan) und KU (15. Dan) einen tieferen Sinn, die Vervollkommnung als Mensch und des Geistes (Satori).

Blog von Markus Behmer

12. März 2016 um 19:00

#1470

Theme of the year 2016
This year the theme does not have a defined name, and to say that it is the study of the Muto dori or the sword would be too reductive, when I asked to Soke if he could write the theme of this year in the my Kakejiku he wrote Muto Itto Manto 無刀 一刀 万刀, “no sword, a sword, 10,000 swords”. All the themes of the years are all related to each one, but as the year past, the theme is more a feeling Kankaku 感覚. It is not something that can be taught, or that it can be described. For this it is important to train directly in Japan or with a teacher that go to train in Japan for years, this is because such feeling is connected with the end of the 42-year cycle, that is, in its interior must develop on the basis of everything that Soke has taught over the past 42 years. The study of this feeling is focused on the application of this feeling through the practice of the Taijutsu in the study of Muto Dori 無刀 取り and the sword that can be applied to any weapon thus became a study on the infinity Mugen 無限.
Soke to explain the theme of this year referred to the sentence:
“強弱 柔 剛有るべからず故に此の心す離れ空の一字す悟り体又無しとして之に配す”
It is not a matter of strength or weakness, soft or hard, separates your heart/mind and by this lights yourself through the character of the void Ku “空”, do your body nothing “Mu” and you reside in it.
Soke used the feeling of “skipping stone” Ishitobashi 石飛ばし (switch from one Kukan point to another until the last point where you have complete control of the opponent) together with Juppo Sessho and “Amo Isshun no Tamamushi” 中一瞬の吉丁虫, empties your opponent of his power and of his fighting spirit. All this as a song (with Hyoshi 拍子: 1) Tempo, beat, rhythm, 2) the moment, the instance, chance), with no intention of do a technique or grab, how the song “What will be, will be …”
You must have the forbearance Ninniku 忍辱 to wait until the last moment, and eliminate your ego in order to do “Ishiki wo nobasu” 意識伸ばす, the expansion or development of awareness, which allows us to perceive what comes next.
Luca Lanaro 勇駒

20. Juni 2016 um 18:13

#1594

Kreiere dir die besten Voraussetzungen um erfolgreich zu Lernen

Übe stets mit 100%, nicht mit 50% und nicht mit 120%. Verschwende nicht deine Zeit durch unnötiges austesten. Geh in den Unterricht und beginne zu lernen.

Wende die Erfahrungen, die du von deinem Lehrer bekommst, persönlich bei dir an. Dann wirst du deine eigenen Erfahrungen darauf aufbauen können.

Freude ermutigt und unterstützt die Erforschung der Grenzen. Ein entspannter Geist, gibt dir die Freiheit neue Dinge zu erkennen.

Du bist selbst für deine Gesundheit verantwortlich. Höre auf dein Gefühl, denn nur du kennst deinen Körper. Verletzungen verhindern oder bremsen den Lernprozess, darum gehe kein unnötiges Risiko ein.

Erkenne wo du im Moment stehst, und arbeite an deiner persönlichen Entwicklung. Vergleiche dich nicht mit anderen. Zu vieles ist im Leben und im Budo relativ.

Richtig angewandte Erfahrung lenkt dich auf dem Weg des Lernens. Grüble nicht zuviel über misslungene Dinge, und schau mit Freude nach vorn. So wird irgendwann der Zeitpunkt kommen, und das was nicht verstanden wurde, wird jetzt gemeistert.

Nehme dir die Freiheit, neue Dinge auszuprobieren. Mache dir keine sorgen über dein Image, du musst hier nichts beweisen. Du trainierst nur für dich.

Rede leise und nur das was wichtig ist, so werden die restlichen Übenden nicht gestört.

Behalte stets eine respektvolle Einstellung gegenüber dem Dojo, deinen Mitschülern und deinem Lehrer. Sei dir der Bedeutung, die sie in deinem Leben haben, bewusst. Vergeude nicht die Zeit mit einem unangepassten Verhalten.

Der wichtigste Ratschlag aber ist: Keep going! Mach weiter und gib niemals auf. Durch diese Einstellung werden viele deiner Fragen auf natürlich Weise beantwortet. Und manchmal erkennst du dass was der Lehrer vor langer Zeit gesagt hat und verstehst seine Worte.

Jürgen

4. September 2016 um 08:03

#1639

Shinden Gokui -Secret method transmitted from
God
I found this, amongst a pile of info, that caught my eye
as I browsed through the other day.. I think this text is
written by Hatsumi Sensei as part of Hiden no
Togakure Ryu Ninpo. There was nothing on the page
to confirm where it came from, but still makes
excellent reading.
As the process of learning this secret, there is a ceremony of the initiation by the sixth
sense, which lets the student learn this strange technique. The student dressed in white
clothes sits motionless in an open room. The master, like a shadow and without making
any sound, attacks the student with a sword, like a floating boat. If the student managed
to dodge the sword, he got the secret, but if he couldn’t, then that was it. There is a
similarity between this and the ceramist who destroys his new work if he doesn’t like it.
One day I was sitting in my master’s room when he said to me: „Wait here with your eyes
closed, and do not open them no matter what happens.“ I loosened myself up after I felt he
was gone. Soon, I did a side roll after I had felt certain heaviness and saw a shadow as if my
body had been split in half. Next I did a front ukemi after I felt that my head would fly away.
When I recovered to the position of shizen fudoza, I opened my eyes to his voice saying:
„Well done; you can open your eyes.“ I saw Takamatsu Sensei standing with a sword in his
right hand. Being unbelievably calm, I realised that this was the spiritual technique by the
sixth sense. I then received the sword from my master. Later I was told that this was Juji Giri
Mumei no Itto.
A year before Takamatsu Sensei passed away he said to me: „I leave the martial arts in your
hands.“ Nine years since he passed away, I’ve been training hard and lately, I can assert that
this is true Budo. By the way, in the test for Godan in the Bujinkan Dojo, I attack with
menace from behind the student who is sitting with his eyes closed. If he dodges, he passes.
This is the beginning. This is not just a dodging of an attack from behind. Sometimes you
have to know the other side of the world. In human relations, the person you trust might
someday betray you. Even then you can realise the courage which keeps the peace through
this training. It is just a trick to cultivate only the sense, which permits you to dodge an attack
from behind. This kind of mentality makes a distance between you and the truth of life, and
ruins life. That kind of mentality is the cancer to correct growth. In this sense Juji Giri Mumei
no Itto is the operation to remove this cancer in the early stages. It can also be said that one
should stop teaching the person who should not be taught.
When you teach a lot of students, then some kind of sense is important. Buddha taught the ten
followers, but one failed. One of Christ’s 12 followers was a rebel. Even a relationship
between the master and pupil has a failure. The relationship between the teachers and students
in a modern school system is bad. In these situations it is the most important principle which
keeps: to learn the true martial arts mind.
When you pass the test for Godan, the way of training will change necessarily. It changes to
invisible training; incomprehensible training. I teach students who have been training for
more that 20 years, but only cordially. It would be the instruction of incomprehensibly strange
techniques to them. They understand, but they can’t do it. They might understand but they
don’t really understand. Like this, strange techniques start breathing. It’s OK with me if they
don’t understand, because I’m teaching incomprehensible techniques. If they understand, they
are Superman. They will improve because they don’t understand.
One day, one of my senior students came up to me and said: „I heard there is a technique,
which allows us to throw an opponent without touching him.“ I decided to try and teach this
without letting my students get hurt. Myself, along with the student and four other students
went to a place that had a video camera. Nine eyes are staring. „Come on!“ „Yes sir.“ We
passed each other. My senior student flew by me and fell down. A few minutes later he got up
with blood coming out of his mouth. „Understand? “ „No sir.“ „Rest of you understand?“
„No sir, but we think we will understand with the video which we will watch later.“ „You
won’t understand, “ I told them. We watched the video, but none of the students could catch
the picture in their eyes. This is martial arts. It is impossible to learn the strange techniques
with taking pictures and writing down notes. In another way of thinking about this, even if
you showed your techniques on a scroll and it is stolen, that’s OK. This is the essence of
martial arts. Taking pictures or writing down is useless. There is no other way than to study
under a master and do what he says.
On the occasion of publishing this book, I introduce for your information the part of the book,
which Takamatsu Sensei had taught me As a rule of this Ryu, writing down is forbidden.
Because if you write down, the depth of its essence comes to an end. The martial arts will be
the secret without limitations. So writing this book is against my will. Even if I write with
explanation for later study, nobody will truly learn. As Takamatsu Sensei said, „Learn with
hard training. “
One year before his death, Takamatsu said to me: „You are a fine martial artist now. I’ve been
rewarded the favours of my masters.“ I was half in doubt. I believed that you could master the
essence of the martial arts a few years after you are taught. So since the master passed away, I
have been asking myself for nine years, and now I decided to publish this book.
One day, I talked with a conductor who was living in the USA, about the expression of the
martial arts by writing is just like a sheet of music. Martial art has grown from the space of
the unlimited zero, which was maintained in the paper. Even if a computer were developed to
hold all the information, it wouldn’t be able to calculate the zero. Even if it did, they wouldn’t
be able to pressure the strange techniques of the zero without reaching the stage of the
consistent martial arts-like power. The dream-like martial artist is living in such a place.

10. Oktober 2016 um 16:08

#1674

Arnouds Blog

https://kumafr.wordpress.com/

Schaut mal rein 😉

6. November 2016 um 22:37

#1712

Die drei Teile der Übertragung der Tradition

Wahre Übertragung geschieht in drei Bereiche und direkt von Lehrer zu Schüler.
Der Schüler muss eine direkte und persönliche Verbindung mit dem Lehrer haben, um Erfolg bei der Übertragung zu ermöglichen.
Das bedeutet dass der Schüler Zeit mit dem Lehrer verbringen muss. Auf diese Art kann der Lehrer dem Schüler die Kunst nahe bringen und der Schüler erfährt die Kunst durch das üben.

Hier nun die drei Arten der Übertragung:

Taiden
Bedeutet übersetzt „körperliche Übertragung“. Der Körper erfährt die Effektivität der Waza (Arbeitsweise / Prinzip) durch das was geschieht wenn man Uke (Übungspartner) des Lehrers ist. Die angewendete Technik an Uke erlaubt den Schülern die Methoden zu erfahren und zu sehen. Dies gewährleistet beide Seiten der Waza zu erhalten, das Sehen der Abläufe und das fühlen der Essenz dahinter.

Kuden
Bedeutet übersetzt „mündliche Übertragung“. In diesem Sinne, erklärt der Lehrer alle Aspekte der Waza dem Schüler. Er erklärt die Details und was sich dahinter verbirgt, und die tieferen Möglichkeiten im Ganzen. Die mündliche Übertragung beinhaltet auch Wissen, Techniken und Strategien um in der Anwendung ein besseres Leben zu leben und Wege die Welt zu verstehen.

Shinden
Bedeutet übersetzt „spirituelle Übertragung“. Dies ist der Teil der Übertragung die über Worte hinausgeht. Dies beschreibt das Band zwischen Lehrer und Schüler. Dies ist ein Weg des Lehrers dem Schüler zu leiten ohne eine Erklärung und ohne direktes zeigen. Für den Schüler, ist es die Herausforderung diese Dinge zu erkennen, ohne sie mit den Augen sehen zu müssen, um das wahre Verständnis zu ergründen. Der Schüler muss die Lektionen erkennen, die verborgen hinter den Lektionen stehen. Der Lehrer wird erst nach gewisser Zeit erkennen ob der Schüler verstanden hat. Es liegt am Schüler, ob er die Hürden überwindet oder ob er aufgibt. Letztendlich dreht es sich immer um die Entwicklung des Schülers, auf der technischen und menschlichen Ebene.

Zusammengefasst kann die Essenz der Übertragung wie folgt beschrieben werden:
Die aktuellen Lektionen einen Angriff zu überleben, und noch viel wichtiger, wie man das bestmögliche Leben lebt was einem möglich ist. Die Übermittlung, sprich Übertragung des Wissens könnte man mit einer DNA vergleichen. Denn die Informationen, die Fähigkeiten und das Wissen wurden an den Schüler über Generationen hinweg weitergereicht…

31. Dezember 2016 um 08:00

#1731

Bericht von 1996 aus Japan von Marc O`Brien

Concerning the Bujinkan, the biggest event of the year was held here just a few weeks ago, the Daikomyosai. As I’ve said before, this is a party to celebrate Hatsumi-Sensei’s birthday, and includes three days of training much like a Tai Kai. This year’s event was attended by over one hundred people from different countries around the world, who came to learn from and pay their respects to Sensei.

The subjects of this year’s training were Naginata and Daisho Sabaki and their relationships to Budo Taijutsu. This was shown repeatedly over the three days, as Japanese instructors would demonstrate basic waza, then Hatsumi-Sensei would do countless variations off of those. Of course, his taijutsu looked effortless.

As usual the training was recorded and will come out as a video in the Quest series. It will probably not be available for a few months yet. If you were lucky enough to be here it will be an excellent reminder of all the techniques that were practiced but you’ve forgotten. For those of you who weren’t able to make it, I’m sure it will be the next best thing to actually being here.

Hatsumi-Sensei gave the godan test to six people at various times throughout the training. He said just as in real life, you never know what’s coming next; this is why he gave the test without warning. All six passed at different times. Another high point was the awarding of new 10th dans. America received some more, as well as another new one for England.

The godan machine has been working overtime, as five more people have since passed at the end of regular classes recently. This brings the total of people who have passed 5th dan to 334 worldwide in the Bujinkan. Most of these are people who live and train outside of Japan.

As one might guess, Hatsumi-Sensei had quite a bit to say to this representative audience of the Bujinkan worldwide. I’d like to relate to you some of his conversations from before, during, and after the actual event.

At one of the special classes held on a Saturday morning at Noguchi Dojo, Hatsumi-Sensei talked about the coming year and about SanMyaku. 1996 is the Year of the Rat (according to the Chinese calendar; its use is also prevalent here). Because the rat is known to have lots of offspring, Hatsumi-Sensei feels it’s possible that next year could show considerable growth in the Bujinkan. This year is also the year he figures to complete the establishment of the idea of Budo Taijutsu.

Concerning SanMyaku, Sensei reminded everyone that it isn’t something you should read once and put away. You should re-read it periodically. As you grow and your experience and perception changes, the next time you read it your understanding of it will be different. It makes a lot of sense when you think this way. Sensei stresses that SanMyaku should be considered by Bujinkan members as similar to the letters that he received from Takamatsu-Sensei, which he still reads and learns from.

(Incidentally, the last issue of SanMyaku to come out over here was #9; it had several pages devoted to a letter that Sensei received from Takamatsu-Sensei. This is something for those of you who subscribe to look forward to. For those of you who don’t, what are you waiting for? Sensei wants every member of the Bujinkan to purchase and read his magazine. How many times do you have to be told?)

During the Daikomyosai the level of training was very high and Sensei was quick to remind everyone that when you train with him, he is teaching to the level of 5th dan and above. He mentioned that how one trains up to 4th dan is different: below 4th dan your training should emphasize proper form and correct basics. After 5th dan you work on catching the feeling and flow, while form is not so important anymore. After you know the form and each step of the technique correctly, then you break the form and begin to leave it. You start to work on things unseen.

Continuing this same theme, Sensei mentioned at a recent evening class that the feeling is something you catch with your body and it remembers. He compared it to learning to swim or ride a bicycle: once you learn, your body always remembers how. Hatsumi-Sensei said that his art is movement, natural movement. When you combine that with the feeling, in a real situation this is more valuable than trying to remember how to do a technique.

Another subject he commented on was politics and why so many people in the Bujinkan can’t get along. Sensei said that up until now there have been too many promoters, merchants, and politicians in the Bujinkan. It has reached a time of maturity and we need people who have real skill as martial artists. Sensei feels that if everyone would train together, share with, and learn from each other, we would all progress that much faster. He went on to say that if people just trained and didn’t worry about who is number one, right or wrong, weak or strong, but just strive to improve their own taijutsu, there would not be these problems. Most of these problems come from people who would rather talk, build a business, an empire, or their own egos than train. The Bujinkan does not need these people.

Of course, just training on your own is not enough; you can still go down a strange path. For people above 5th dan and anyone who is teaching this art, Sensei stressed that they need to come to Japan and learn directly from him as much as possible; at the very least, once a year. He explained that this martial art can only be taught personally “man to man.” Sensei went on to say in his class rank means nothing, shodan is the same as 10th dan — he is just hoping someone will understand what he’s really teaching. The important thing is to be there, so you have a chance to catch the lesson. He talked about instructors who have high rank and feel because of that, they understand the art, but don’t come to Sensei’s classes any more. He included 10th dans, both foreign and Japanese, in this group. Sensei said that because he and his art are always growing and changing, people who don’t study with him are like expired goods, they just don’t realize they’ve gone sour. They are practicing and teaching from old news or out-of-date ideas. If they came to his class they would be exposed to the Budo Taijutsu Sensei’s teaching now, as well as the direction he’s taking the Bujinkan from here.

Another point Hatsumi-Sensei brought up was that, especially for those who teach, it is more important to always be a student. When you stop learning you stagnate or die.

He also commented on another group of people he calls “collectors.” These are people who have lists of technique names from different ryu, and because they’ve seen or practiced a waza to match the name, they figure they know those techniques. Sensei reminded everyone that just like the Kihon Happo, where you have to be able to do 8 variations off of each technique, then 8 more from each of those, and so forth, these people don’t really “know” any of those techniques. It would be better to have a “blank scroll.• Don’t try to be number one, try to be zero.

At one of the morning classes just after the Daikomyosai, held at Noguchi Dojo, Sensei asked the new English 10th dan what he’d like to see. He requested Gyokko ryu, so Sensei said “OK•. We worked from a Koto ryu technique, Hoteki, but he said we would do it using the feeling of Gyokko ryu. Part way into class, Sensei began to talk about how his Budo Taijutsu is different from other martial arts. He brought up the fact that real fights nowadays are, and especially on the battlefield of old were, very rarely one against one. He pointed out that memorization and practice of form, as done in most other arts, will not prepare you for this situation. You have to have the feeling to be able to vary the technique to handle more than one attacker. You have to be aware of everything around you and how to use one person against another, as well as the surrounding environment. We spend about half that class training with Hoteki from that situation, and working from those ideas.

At a recent class in Ayase, Hatsumi-Sensei told everyone that the theme for 1996 will be “the movement of the sword.” He said the weapons we will be working with will be ken, katana, and tachi. He decided to give us a taste of what it will be like, as we spent the remainder of that class doing counters to the Daisho Sabaki waza we had been practicing. Most of these involved basic taijutsu ideas such as moving with, dropping under, kicking, striking, or off-balancing the opponent, so that even though he was trying to prevent it, you were still able to cut him in the end.

Other Bujinkan related news for 1996. The online bulletin board service that originates from Japan will be operational in January. More information will be available when it goes on-line.

Manaka-Shihan is just now finishing up the last of the upper level of Kukishinden ryu. The emphasis with this ryu has been the special movement that accompanies the wearing of armor, which is one of the conditions that this style was developed from. At this level the techniques are very complicated. No, actually the techniques are basically simple, what’s hard is trying to fit them in with everything else that’s happening. In 1996, he will begin working on Densho techniques from Shinden Fudo ryu.

The video of the latest Daikomyosai will be out sometime this year. Remember that forms are available for ordering videos directly from Hatsumi-Sensei through the dojo hombu in Japan.

31. Dezember 2016 um 08:23

#1732

Von Pedro 1996

That day we had participated in the training that Hatsumi Sensei led at Someya Dojo. When it finished, my friends Arnaud Cousergue (France), Paco Roldan (Spain) and myself got ready to take the train.

The main aspects of our conversation during this trip, and even in our previous meetings, was how we could communicate in a deeper way with Master Hatsumi and avoid the language boundary.

At that moment Arnaud was proposing something interesting and I was trying to look for parallel ways, and vice versa. In this way we were looking for the ideal way to communicate and have deeper and more meaningful conversation with Soke.

We were inside the train, which was empty, and were alone in the wagon, discussing solutions to this problem. Suddenly the train stopped in a medium station and a Japanese who was drunk came into the wagon. He almost couldn’t stand up, and, as fate would have it, he seated himself in front of us. At first we ignored him, but suddenly, this Japanese man, with a wish to establish a conversation with us, asked us in Japanese, “Where do you come from?” “From France,” answered Arnaud; from Spain I answered, also pointing to Paco who was seated on my right. “I am Sato,” he told us afterwards. At the same time we repeated our names using what little knowledge we had of the language of the country of the rising sun. We asked him if he spoke English. “A little,” he replied in harmony with the train, his drunken movements barely controllable. Suddenly there was silence, and I remember that I looked into his eyes and I felt something strong; there was something in him …

Suddenly he made signs that he wanted to write something for us. Arnaud offered him a note-book he had in his hands at the moment and a pen. The Japanese man, making an ability puddle, took the notebook with one hand and the pen with the other hand. Barely able to keep from falling over, he wrote something on the note-book, and gave the note-book back to us. Imagine our surprise when we read in perfect English:

“It does not matter the language. Spirit, mind and heart are the most important things.”

At that moment Arnaud and I looked at each other without knowing what to say, and we both looked at the Japanese man, who, having arrived at his destination, parted with the traditional Japanese reverence.

I can still “see” how he drunkenly got off the train, nearly unable to stand up, and how, after the wagon door closed and the train started moving, the Japanese man, stopped completely in front of the door, and gave us one last reverence.

Of course this is something we will never forget, my companions and I. Especially if we think that it was the answer to our question. “How do we carry a deep conversation with our teacher?” We had just received the answer:

“It does not matter the language. Spirit, mind and heart are the most important things.”

26. Februar 2017 um 14:27

#1787

Im Dojo Unterricht ist meist nicht viel Platz um auf die geistigen Elemente und auf Hintergründe einzugehen, darum es es wichtig sich selbst auch mit diesen verschiedenen wichtigen Bereichen auseinander zu setzen.
Darum auch hier wieder eine Buchempfehlung von Arnoud:
https://www.amazon.de/Bujinkan-Chronicles-Published-Blogs-English-ebook/dp/B06VXVTVT7/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1488111696&sr=8-1&keywords=bujinkan+chronicles
Viel Spaß beim lesen. Wenn ihr Fragen haben solltet könnt ihr mich gerne fragen 😉

27. April 2017 um 17:13

#1810

Von Arnouds Blog:
“I cannot teach anybody anything. I can only make them think” Socrates

Sensei once said nearly the same: “I don’t teach my students, but I teach them to teach themselves”. That is the same idea except that in Budō thinking is not possible.

If you think the movement while doing it, nothing good gets out of it. The thought process is only present in the studying phase, not during the battle.
We had a Kukishin ryû class yesterday with Noguchi sensei, and the ease with which he was unfolding the waza didn’t let any opening for thinking. Beyond the form lies the beauty of natural movement. When Noguchi sensei does a technique, he more or less always follows the same pedagogical pattern, i.e.:
1) basic waza read dusky from the denshō;
2) breaking the waza;
3) changing the beginning of it to adjust the kaname hidden within to the intentions of the opponent. (1)

This last part is always the most interesting because when he does it, it is hard to see the original form. And this is where Budō is different from Socrates. There is no thinking involved. Noguchi doesn’t think, he does henka after henka, without stopping. Those of you familiar with his classes know what I mean. Each class is a permanent rebuilding of the waza based on the kaname.

As we were uneven in the class yesterday, he asked me to correct the students which gave me a good chance to witness the whole class from the outside. This allowed me to understand better his modus operandi. When I train as a student, I’m doing my best to follow his body flow. Being an observer yesterday, gave me a deeper vision of his moves. Learning the original waza is a necessary step when your study Budō, and at a certain level, you have to forget these basic forms to dig deeper into the feeling they contain.
Many practitioners do not understand that. I often see high ranks doing waza correctly according to the text, but never going away from it. In a way, they train like “advanced beginners”.

As a Shidōshi, you have to know the basic technique. And Sensei repeated it again during his first class of the year. But to grasp the essence of Mutō Dori, one must not stop there. The real fight is not possible if you simply do the form. Waza are only valid if you can free yourself from them.

The secret is to teach the written waza and to train the kaname beyond the form. And to do that, you have to study more and to think a lot about the invisible part which lies within it. If you don’t, you will never be able to grasp the natural body flow which comes with direct adaptation.

Once you have acquired the waza, you have to destroy it. Once destroyed, you do not need to think, you use uke’s intention against him. This three-step process in Japan is called “Shu Ha Ri”, or “absorb, innovate, depart”.

Here’s how it works: “In Shu, we repeat the forms and discipline ourselves so that our bodies absorb the forms that our forebears created. We remain faithful to these forms with no deviation.
Next, in the stage of Ha, once we have disciplined ourselves to acquire the forms and movements, we make innovations. In this process, the forms may be broken and discarded. Finally, in Ri, we completely depart from the forms, open the door to creative technique, and arrive in a place where we act following what our heart/mind desires, unhindered while not overstepping laws.” (Wikipedia) (2)

Each class with Noguchi sensei is a fantastic opportunity to see this process in action. But thinking is only possible during the first two phases Shu and Ha. Because Ri is a pure reaction, and the only thing to do is to ride the waves of uke’s intentions.

_______________________
1. Kaname: 要, vital point; cornerstone; keystone
2. On Shu Ha Ri: https://en.m.wikipedia.org/wiki/Shuhari

17. Oktober 2017 um 18:10

#1884

Ninniku Seishin – das spirituelle des Ninja
Die Essenz des „Ninniku Seishin“ liegt im Geiste des Ninja, der die Kraft besitzt die Geduld zusammen mit der Entwicklung von Körper, Geist und dem Unterbewusstsein zu verwenden. Dies ist die Kraft die sich aus hartem Training entwickelt. Das Resultat wird einen zur Fähigkeit führen, alles Belastende zu erkennen, aufzunehmen und später mit allen Spuren des Grolls wieder wegzuwerfen (Nintai Seishin).
Die wahre Bedeutung des „Nin“ ist es ein friedliches Herz zu besitzen, freudvoll, und liebevoll wie das einer Blume, „Kajo Waraku“. Niemals sollte einer das Schwert vor das Herz platzieren. Ebenso ist es bedeutend ein gutes Wissen über diverse Taktiken zu erlangen, die beides beinhalten das Herz und den Körper, so dass es dem Gegner freisteht welchen Weg er einschlagen will. Dies ist bekannt als „Kyojitsu Tenkan ho“, und dient dazu das Böse zu besiegen mit der 5 Elemente, um sich und sein Land zu schützen.

28. November 2017 um 17:59

#1904

Chocho Hanami Maai – von Arnoud

During Friday’s class, I asked Sensei to write: “It is not about fighting, it is about controlling.” What I got was “Chochō Hanami Maai” or “Butterfly, flowers, distance.” (1)
Since then I tried to see the link between my request and his answer. During the Sunday class, he spoke about the butterfly. It helps to shed some light on the hidden meaning of this cryptic calligraphy. Sensei said that we should move like a butterfly and don’t give any feedback to the opponent. When you don’t use strength, the adversary cannot react and wonders what is happening to him. This activation of his mental process slows him down and allows us to take the advantage. Uke of Hatsumi sensei and Senō sensei, I felt no physical contact at all on my arm and body. The way they touch you is similar to the touch of a butterfly. There is nothing to feel, and as Tezuka San put it “it is like fighting alone.”
Sensei often defines his art as “the martial art of distance.” I finally understood it yesterday. Distance is not limited to our leg movements. It also implies the quality of the contact between Uke and Tori. A butterfly landing on a flower will not bend the flower. In this allegory of Chochō Hanami Maai, we have to become the butterfly. Uke is the flower, and the distance is the quality of the strength or the lack of it that we apply to the movement.
Demonstrating this with Adonis Mitrou from Greece, he asked him to explain what he felt. Thinking for a moment, Adonis came up with a Gyokko Ryū concept. “Kokū no Naka ni no Kūkan,” or to find the emptiness in the centre of space. (2)
Sensei welcomed this interpretation. It was showing the connection between his body flow and the Gyokko Ryū. This concept is central to the understanding of this essential Bujinkan fighting system. The quality of your control is what matters. It is your ability to find the perfect distance between you and the opponent. Like the butterfly landing on the flower.
I miss the old days where training was only about the mechanical aspects of technique. But I have to admit that this more profound approach to Taijutsu is much more fulfilling. The butterfly attitude is far more complicated. But the results are beyond your wildest dreams.
It is very high-level Budō. It explains why Sensei said that the 50 years of the Bujinkan arts, led us to get the real essence of Budō.
Kantan desu. (3)
Everything is easy when you become a butterfly, so I wish you a happy flight. Ganbatte!

30. Juli 2018 um 16:13

#2006

GIRI

Giri ist eine sehr typische und wichtige Regel für jede Person in der traditionellen japanischen Gesellschaft. Es gibt kein gleiches Wort in Englisch für Giri. Für einen Nicht-Japaner, um seine Bedeutung wirklich zu verstehen, muss er die Einzigartigkeit der japanischen Kultur tief verstehen.
Das Streben nach Pflicht, Gerechtigkeit und korrektem Handeln heißt Giri.

Es gibt nichts, was mehr japanische Handlungen, Gedanken, Ruhm, menschliche Beziehungen und sogar nationale Konfrontation als Giri beeinflusst.
Als Budo-Lehrer (Kampfkünste und Disziplinen) wählte ich diesen typischen Ausdruck innerhalb der traditionellen japanischen Kultur, um die Schönheit, die pädagogischen Werte und die Vorteile des Verstehens und der Einhaltung der Regeln von Giri zu zeigen.

Keine andere japanische Tradition hat so viel Interesse aus dem Rest der Welt wie Japanese Budo angezogen. Ich würde es wagen, in Millionen die Zahl der Enthusiasten auf der ganzen Welt zu schätzen, die an ihren verschiedenen Aspekten interessiert sind, von Kampfkünsten und Selbstverteidigung bis zu einer Selbstverbesserung, physisch, mental, spirituell, künstlerisch und sogar als Sport. Aber je populärer es wurde, desto mehr Schönheit und wichtige Elemente wurden vergessen oder vernachlässigt. Einer der wichtigsten ist der Giri. Ich frage mich, wie viele Budo-Schüler von Giri gehört haben und wie wenige ihrer Bedeutung folgen.

Einem Dojo oder einer Schule der Kampfkunst beizutreten bedeutet viel mehr als einen normalen Kurs zu machen. Ein ernsthafter Budoka (Kampfkunststudent oder Praktiker) sollte die Tradition der Kampfkünste, ihre Geschichte und ihr Erbe und insbesondere ihre Ziele und Disziplinen kennen.

Im klassischen Japan war das Erlernen einer Kampfkunst ein einziges Privileg für die Kriegerklasse (Buke). Jede Kampfkunstschule behielt nicht nur ihre Techniken, Strategien und ihr Wissen eifersüchtig geheim, sondern war auch strikt in der Annahme von Schülern. Es war unmöglich, dass ein Student in ein Dojo aufgenommen wurde, es sei denn, er wurde als ernsthafter und gutmütiger Mensch empfohlen, der es verdient, Mitglied dieser Schule zu werden. Zum Beispiel, meine Aikido-Schule in Japan, Das Korindos System, setzt dieses Kostüm bis jetzt fort und bis Mitte der Neunzigfünfziger Jahre musste jedes neue Mitglied von Korindo mit seiner Blutloyalität unterschreiben und das Systemwissen geheim halten. Heutzutage ist fast jede Schule der Kampfkunst auf der ganzen Welt für jedermann zugänglich. Viele von ihnen wurden sehr kommerzialisiert, konzentrierten sich nur auf die physischen Teile, gaben die Tradition auf, vernachlässigten die mentale, moralische und spirituelle Ausbildung und beschäftigten sich kaum mit der Erziehung des Individuums. Ich beschuldige hauptsächlich die Budo-Lehrer, Produkte der gegenwärtigen Welt, der Sozial- und Bildungssysteme, in denen sie fast alle Ideale und Werte verloren haben. Selbst in Japan halten nur noch wenige klassische Schulen diese Tradition aufrecht und Giri stirbt langsam.

Es gibt Dojos, deren Vorschriften geschrieben und an die Wand des Dojos gehängt werden, oder gedrucktes Papier für neu angekommene Schüler, die beim Eintritt in den Club erhalten werden. Aber es gibt nichts Wichtigeres als das Unterrichten und Erziehen des Lehrers und vor allem sein persönliches Beispiel.

In den meisten Armeen muss jeder Soldat höhere Ränge salutieren, aber sie salutieren auch im Gegenzug, egal, was der Unterschied in den Rängen ist. Ein allgemeiner Wille salutiert selbst den Soldaten mit dem niedrigsten Rang. Ein richtiger Gruß wird mit aufgerichtetem Körper und den zwei Fersen, die sich berühren, getan. Die entsprechende Verbeugung in Budo ist die gleiche, die in allen Katas gelehrt wird. Es wird mit beiden zusammengesteckten Absätzen durchgeführt und normalerweise mit einem nach vorn gebogenen 45 ° Winkel gemacht. Es sollte mit wahrem Respekt und in einer angemessenen Menge gemacht werden.

Ich erinnere mich in meiner Jugend, dass der Lehrer der am meisten geschätzte und respektierte Beruf war. Jetzt, ein Tag, um ein Lehrer zu werden, ist kein Beruf, den junge Männer begehren. Sehr wenige Idealisten, gute und hingebungsvolle Lehrer gehen heute noch weiter und schwimmen gegen die Strömung, um die wichtige Aufgabe des Lehrens und Erziehens zu erfüllen. Es mangelt an Wertschätzung und Respekt der Gesellschaft, die sich meist dem Reichtum beugt, nicht aber der wahren Qualität der Person oder der Bedeutung, die der Lehrer bei der Erziehung der neuen Generationen hat.

Ein echter Budo-Lehrer ist kein Dozent, der Informationen an seine Schüler weitergibt. Er lehrt Wissen, gibt lange Jahre Weisheit weiter, erzieht seine Schüler und stärkt und poliert sie, um nicht nur Krieger, sondern auch bessere Menschen zu werden, die den Schwierigkeiten des Lebens nicht nur mit Stärke begegnen, sondern mit Weisheit, die ihr Leben bereichern und auch zur Gesellschaft beitragen .

Der Budo-Lehrer gibt sich und seine ganze Liebe seinen Schülern und behandelt sie, als wären sie seine eigenen Söhne, streng, eifersüchtig, aber auch mit Stolz und Liebe. Verstehen die Schüler, was von ihnen erwartet wird? Meiner Meinung nach sehr wenig.

Übersetzt von einem Artikel des Aikido aus Amerika.

Giri,
ist die allumfassende Verpflichtung derer die in ein Dojo eintreten, um die Kunst des Budo zu erlernen. Es ist die Verbindung zwischen Schüler und Lehrer und die Verantwortung die darin liegt.
Wie ich immer sage, die Kampf-, Kriegskünste ist nichts was man wie einmal die Woche Kegeln ausübt. Arbeite an dir ein guter Krieger und Mensch (Tatsujin) zu werden, werde zum Vorbild, unterstütze das Dojo und den Lehrer. Es ist ein Privileg ein Teil eines guten Dojo zu sein. Es ist ein Privileg das Budo von Lehrer auf den Schüler übertragen zu bekommen und es ist Giri dem gerecht zu werden!
Mein Giri liegt darin der Verantwortung die ich von meinen Lehrern im Bujinkan und Enbukan erhalten habe, gerecht zu werden. Mein Können und Wissen immer mehr zu vertiefen und darin zu wachsen.

Was ist dein Giri?

Ansicht von 13 Beiträgen - 16 bis 28 (von insgesamt 28)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.