Bujinkan Furyu Dojo e.V. - Schule für traditionelle japanische Kampfkünste

Bujinkan Godan Keiko 武神館 五段 稽古

von Jürgen 9. März 2026

Bujinkan Godan Keiko 武神館 五段 稽古

von Jürgen
Das Bujinkan Godan Keiko Seminar ist etwas einzigartiges auf der Welt. Denn es bietet die Möglichkeit für Shidoshi bis Daishihan auf einer höheren Ebene miteinander zu trainieren, sich auszutauschen und die Feinheiten der Kunst tiefer zu beleuchten.
Die Teilnehmer des Seminars (ab 5.Dan) leiten eigene Dojo oder sind langjährige praktizierende der Kunst. Dadurch bietet sich eine Möglichkeit effektiv an Inhalten der Ryu ha zu arbeiten.
Oft fehlt im Unterricht die Zeit für die eigene Weiterbildung, denn man ist damit beschäftigt seinen Schülern im Dojo das Wissen der Grundlagen zu vermitteln. Nun, dieser Rahmen des Godan Keiko generiert genau einen Raum für die Weiterbildung von hochrangigen Dan – Trägern des Bujinkan, nach dem Prinzip, Train the Trainer.
Die Inhalte dieses Seminars:
Verfeinern der eigenen technischen Fertigkeiten
Tieferes Verständnis der Traditionen des Bujinkan, Ninpo & Bujutsu
Genauigkeit in der Waffenführung
Prinzipienvermittlung hinter den Techniken
Historisches Wissen, um die Breite der Kunst besser zu verstehen
Philosophisches Wissen zu Ninpo und Bujutsu
Informationsaustausch für Dojo-Leiter
Wir folgen damit Hatsumi Sokes Wunsch:
„Diejenigen mit dem fünften Dan oder höher, sollten zusammen trainieren, einander helfen und gemeinsam voneinander lernen.“
Das Seminar ist „offen für alle Bujinkan Shidoshi bis Daishikan“ und bietet eine besondere Möglichkeit zur persönlichen Weiterbildung. Ein breites überragendes Feedback der bisherigen Teilnehmer, bestätigt unser Seminarkonzept.

 

Feedback

von Jürgen 6. März 2026

Eine Kampfkunst wie das Bujinkan verbindet die Menschen und so wie es mir möglich ist, besuche ich auch andere Dojo, um zu unterstützen.

Hier das Feedback von zwei Dojo, bei denen ich zu Gast war:

Das Sakurayama Dojo Hachenburg schrieb:

Ein inspirierendes Training. Daishihan Jürgen Bieber war heute zu Gast und hat uns Auszüge aus seinem Buch über Shoto, Kodachi und Wakizashi präsentiert.​Es war eine großartige Gelegenheit, direkt von seinem Fachwissen zu profitieren und die Feinheiten dieser klassischen Waffen zu vertiefen. Ein großes Dankeschön an Jürgen für den Besuch und die neuen Impulse!

Das Senryaku Dojo Koblenz schrieb:

Gestern war Jürgen Bieber zu Gast bei uns im Dojo. Mit seiner lockeren Art und großem Fachwissen, konnte er uns in die Techniken mit dem Wakizashi einführen. Es war ein sehr schönes Training. Vielen Dank an Jürgen der sich die Zeit für uns genommen hat. Auch vielen Dank an alle die am Training teilgenommen haben.

Hatsumi Soke Tai Kai 1996 in den Netherlands. Dieser Sweater ist 30 Jahre alt…

von Jürgen 25. Februar 2026

Hatsumi Soke Tai Kai 1996 in den Netherlands. Dieser Sweater ist 30 Jahre alt…

von Jürgen
Ich kann nur unendlich dankbar sein, für die vielen Jahre. Alle die noch bei Hatsumi Soke trainieren konnten und ihn auf der Tatami und privat erleben durften, können sich glücklich schätzen. Wir haben die Aufgabe seine Lehren nicht vergessen zu lassen und für die Zukunft zu bewahren.

Das Tantō Jutsu 短刀術 der Sengoku jidai

von Jürgen 23. Februar 2026

Das Tantō Jutsu 短刀術 der Sengoku jidai

von Jürgen
In der turbulenten Sengoku jidai war das Tantō, das japanische Kurzschwert, weit mehr als nur eine Nebenwaffe der Samurai. Während das Katana für offene Gefechte und lange Schnitte eingesetzt wurde, spielte der Tantō seine Stärken vor allem im Nahkampf aus und besonders gegen Gegner in Yoroi, den schweren Lamellen- und Metallrüstungen jener Zeit.
Die Rüstungen waren zwar robust, wiesen jedoch stets natürliche Schwachstellen auf. Unter den Armen, im Bereich der Hüfte, am Nacken und hinter den Oberschenkeln fanden sich Lücken zwischen den Platten. Dort setzte der geübte Samurai mit gezielten Stichen des Tantō an. Gerade dafür war die Klinge des Yoroi dōshi optimiert. Sie war kurz, massiv und steif, mit einer verstärkten Spitze, die auch punktuelle Stöße in die Öffnungen der Rüstung aushielt. Eine große Krümmung war nicht nötig, denn der Stoß sollte präzise in die Lücken der Rüstung geführt werden und Schnitte spielten nur eine untergeordnete Rolle.
Die Techniken des Tantō Jutsu konzentrierten sich auf schnelle, punktgenaue Stöße. Das Tsuki, der direkte Stoß, ebenso wie Varianten wie Ura zuki oder Gyaku zuki, um schwer zugängliche Stellen zu treffen. Häufig kombinierten Samurai diese Stiche mit Griff- und Hebeltechniken, um die Rüstung zu überwinden oder den Gegner in Position zu bringen. Präzision, Geschwindigkeit und Kenntnis der Rüstungslücken waren entscheidend, denn rohe Kraft allein genügte selten.
So wurde das Tantō zu einer praktischen, lebensrettenden Waffe, die im dichten Nahkampf den Unterschied ausmachen konnte. Anders als die kunstvollen, oft filigranen Dolche früherer Epochen war das Sengoku Tantō eine Arbeitswaffe, robust, funktional und auf den Krieg zugeschnitten. Es verkörpert die Balance zwischen Schlichtheit, Zweckmäßigkeit und tödlicher Effizienz, die die Samurai dieser Ära charakterisierte.
Jürgen Bieber 風流

Sōte no Mune 添手の棟

von Jürgen 17. Februar 2026

Sōte no Mune 添手の棟

von Jürgen
Tōjutsu 刀術
Sōte 添手, bedeutet eine unterstützende Hand.
Mune 棟, bezeichnet die Rückseite des Schwertes (gegenüber der Schneide, Ha).
Es beschreibt die Hand, die beim Führen des Schwertes auf der Mune liegt, um Kontrolle, Stabilität und Kraft zu unterstützen. Sprich, sie unterstützt den Schnitt, kontrolliert die Richtung und stabilisiert das Schwert, wenn sie auf der Mune platziert wird. Daraus generiert sich eine stabile, kontrolliert Bewegung und Führung.
Wenn die linke Hand (für Rechtshänder) auf der Mune liegt, kann man den Winkel des Schwertes feiner justieren. Die Hand am Schwertrücken hilft beim Durchdrücken eines Schnittes, Stechen oder beim Abfangen eines gegnerischen Angriffs.
Die konkrete Platzierung auf der Mune ist meist nur in Koryū / Kobujutsu erhalten geblieben und weniger in modernen Stilen.
Vielleicht kann man es auch so ausdrücken: In den Koryū wird auf präzise Grifftechnik an der Mune bei der Schwertführung verwiesen und im Kobujutsu, ist eher ein funktionales Prinzip beschrieben, das trotzdem ein effektives unterstützen der Hand für das Schwert und andere klassische Waffen in sich trägt.
Jürgen Bieber 風流